LAUP - Farbenfroher Holzkindergarten in Laupheim

LAUP - Farbenfroher Holzkindergarten in Laupheim

 Foto: Jann Averwerser

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Herzstück der Kita ist die Kindergartenstraße, die als Spielflur mit Vor- und Rücksprüngen, sämtliche Räume zentral miteinander verbindet. Für Kinder und Erzieher gleichermaßen als Kommunikations-, Aufenthalts- und Spielfläche nutzbar, schafft er durch seine großzügigen und unterschiedlichen Räume bildenden, vielfach nutzbaren Raum. Die Gruppen- und Intensivräume sind umlaufend um diesen Spielflur angeordnet. Diese können über großzügige Doppelschiebetüren flexibel miteinander verbunden werden. Die Sanitärräume sind jeweils den Gruppeneinheiten direkt zugeordnet und können jeweils über die einzelnen Gruppenräume oder den zentralen Flur erreicht werden.

Die Farbgebung der Wände mit seinen halbhohen Lasuren auf den naturbelassenen Holzoberflächen dienen der Orientierung und gliedern den Raum. Das durchdachte und aufeinander abgestimmte Farbkonzept gliedert die Räume auch intern. Um den besonderen Charakter des Holzbaus zu unterstützen, wurden die Wände im oberen Bereich unbehandelt belassen. Die von Kindern zu erreichenden Oberflächen wurden farblich lasiert. Die abgehängte Decke besteht aus Holzwolleplatten, auf die in scheinbar ungeordnet Standardleuchten montiert werden. Die Leuchtengruppen sind dabei einzeln schaltbar und erlauben unterschiedliche Lichtszenarien.

Hauswirtschaftsräume, Besprechungs- und Pausenräume ergänzen die Räumlichkeiten im vorderen Bereich des Kindergartens in der Nähe des Eingangs.

Die zur Ausführung gekommene Holzmassivbauweise hatte für die Realisierung neben den ökologischen Gesichtspunkten vor allem den Vorteil, dass die Innenwandoberflächen als Sichtholz fertig auf die Baustelle geliefert werden konnten und keine weitere Bearbeitung erforderlich machten. Somit konnte zum Einen Zeit gespart werden und darüber hinaus die klimatischen Vorteile des Holzmassivbaus ausgenutzt werden.

Die Fassade besteht aus einer hinterlüfteten senkrechten Lärchenschaltung, in die LED-Streifen für die Außenbeleuchtung eingelassen wurden. Gestalterisch auffallend ist dabei der außenliegende Sonnenschutz, der über helle Fallarmmarkisen gelöst ist. Diese sind sichtbar in die Fassade eingelassen und können raumweise nach Außen gefahren werden. Die Verwendung des Systems der Fallarmmarkise erlaubt dabei zum Einen die Zulassung der Fenster als Fluchtweg, und darüber hinaus die Freiheit auch bei ausgefahrenem Sonnenschutz die Fenstertüren zu öffnen und auf die Freispielfläche herauszutreten. Bewusst wurden die Fensterrahmen als gestalterisches und kontrastreiches Element zur dunklen Fassade in weiß gewählt.

Durch große Fensteröffnungen einfallendes Licht, durch die natürlichen Oberflächen und die farbliche Gestaltung werden helle, freundliche Räume zum Wohlfühlen und Großwerden geschaffen. Zudem sind alle Räumlichkeiten barrierefrei zugänglich.

Nicht zuletzt deshalb entstand eine Kita, die den kleinen Besuchern in behaglicher Atmosphäre ermöglicht, sich zu entwickeln und groß zu werden, aber auch in puncto Nachhaltigkeit ein klares Vorbild darstellt. Trotz technischer Anforderungen und Vorhaben wie die Unterschreitung der EnEV2016, gelang dem Team aus Architekten, Fachplanern und Bauherrn eine Kita mit Konzept: Die klare Grundrissstruktur schafft durch die spezielle Organisation und die verschiedenen Farben in jedem der Räume eine spielerische Besonderheit.

Geplant ist in Zukunft die Kindertagesstätte um zwei Wohnungsbauriegel aufzustocken. Diese orientieren sich entlang eine klimatisch wirksamen Innenhofes, der als halböffentlicher Raum für die Bewohner dienen soll. Die Wohnungen selbst orientieren sich jeweils nach Westen und Osten. Das statische Raster der Kita und die Versorgungsleitungen sind dabei schon so vorgesehen worden, dass ein Aufstocken des Wohnungsbaus auch bei laufendem Betrieb der Kita möglich ist.

 Foto Jann Averwerser

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 Dezember 2017

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Die ausführende Firma Matthäus Schmid GmbH aus Baltringen hat in nur wenigen Tagen den Holzbau mit Massivholzplatten von ABA-Holz van Kempen errichtet. Das Wetter hat perfekt mitgespielt und man kann jetzt schon durch die Flure, Gruppen- und Schlafräume gehen. Als nächste erfolgt die Abdichtung des Daches und die Erstellung der Fassade.

 August 2017

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Teilnahme an den Architektouren 2018

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Schlusskritik an der TUM

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