ILT - Umbau eines Einfamilienhauses in München

ILT - Umbau eines Einfamilienhauses in München

Foto Jann Averwerser

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Die Planungsaufgabe beim Einfamilienhaus in der Iltisstraße umfasste neben einer Dachaufstockung und energetischen Sanierung des Bestandes vor Allem die Entwicklung eines Fassadenkonzeptes, welches der Besonderheit des Bestandsobjektes und der Wünsche der Bauherrschaft an einen traditionell begründeten, aber im Detail modern ausformulierten Entwurf Rechnung trägt. Darüber hinaus wurde der Garten neu gestaltet und Einbaumöbel in enger Zusammenarbeit mit einer Schreinerei entwickelt. Die Besonderheit des Planungsprozesses war die Detailliebe und die dadurch äußerst enge Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft.
Das Bestandsgebäude aus den 70er Jahren umfasste einen zweigeschossigen Baukörper mit einer über ein großes Betondach verbundenen Garage. Städtebaulich war es das Ziel das Wohngebäude von der Last der Garage freizustellen und als solitären Baukörper wirken zu lassen. 
Deswegen wurde das große Betondach abgetragen und die Garage nach hinten versetzt. So konnte das Haus wieder als selbstständiger Baukörper wirken. 
Die vertikale Organisation des Gebäudes orientiert sich an der klassischen geschossweisen Nutzungsorganisation. Öffentliche Bereiche mit Küche, Wohn- und Esszimmer im Erdgeschoss, Kinder- und Gästezimmer im ersten Obergeschoss und Eltern- und Arbeitszimmer im Dachgeschoss. 

Die Aufstockung umfasste ein aufwendiges Abtragen des Bestandsdaches und eine Erhöhung des Kniestockes. In enger Abstimmung mit der Planungsbehörde wurde der städtebauliche Rahmen dafür erarbeitet. 
Die Besonderheit des Daches ist die großflächige Öffnung nach Westen. Hier befindet sich das große Schlafzimmer mit Blick in die Sterne. Im Osten wurde das Dach großflächig eingeschnitten, so dass eine Dachterrasse zum Garten realisiert werden konnte. Eine große Fensterfront öffnet sich zur Terrasse. Hier wurde das Arbeitszimmer angeordnet.

Es wurde darauf geachtet, dass sich die Fenster einem übergeordneten Raster unterordnen. Die Öffnungen des Bestandes wurden diesem neuen Fassadenkonzept angepasst. 
Im Erdgeschoss wurde die Fassade großzügig geöffnet, sodass sich Terrasse und Wohnzimmer optisch vereinen. Die bis zum Boden führenden Fenster in den Obergeschoss verfügen über eine gläserne Absturzsicherung, die von Innen kaum zu sehen ist. So konnten die vorhandenen Zimmer besser belichtet werden. 

Neben der Organisation der Fensteröffnungen wurde mittels Putzstrukturen die Fassade weiter gegliedert. Je nach Sonnenstand erkennt man eine Unterscheidung der Sockelzone mit glattem Putz und der oberen Geschosse mit einem rauhen Putz. 
Zudem erhielten die Fenster Faschen, die auf den zweiten Blick der Fassade Detailtiefe verleihen.
Richtung Garten erhielt die Terrasse eine große, aber dabei filigrane Stahlkonstruktion für den Sonnenschutz. Optisch wurde so das Wohnzimmer in Richtung Garten erweitert. Im Sommer entsteht so ein weiterer Raum im Freien. Die leichte Topografie im Garten konnte zudem dazu genutzt werden einen geschützten und etwas tiefer liegenden Grillbereich herstellen zu können. Dazu wurden, abgestimmt auf die Farbe des Terrassenbelages Betonsteine hergestellt, die diesen tiefer liegenden Aussenbereich umfassen.

Projektdaten:
Bauherr: privat
Ort: München
Realisierung: 2015-2016
BGF: ca. 370qm

Foto Jann Averwerser

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